Aktuelles - Newsletter März 2016

Informationen aus dem Netzwerk


Gemeinsame Tagung Netzwerk und LISSA-Preis am Samstag, 5. November 2016,
mit Albert Ziegler und Esther Brunner

«Eine Aufgabenkultur, die das Lernen fördert und alle herausfordert» – unter diesem Motto wird die Tagung stehen, die auch dieses Jahr gemeinsam von Netzwerk und LISSA-Preis organisiert wird. Herausfordernde Aufgabenstellungen stossen Lernprozesse an, ermöglichen den Aufbau von Wissen und Fähigkeiten und erlauben die Vertiefung des Verständnisses. Aus der Sicht der Begabungsförderung kommt es darauf an, Lernmöglichkeiten passend zu den Potentialen der Schülerinnen und Schüler zu gestalten, deren Interessen aufzugreifen und kumulative Lernprozesse anzustossen, so dass sich die Potentiale entfalten können und die Lernenden motiviert sind, anforderungsreiche Lernwege zu beschreiten. Im Zentrum der Tagung wird die Frage stehen, wie an Schulen eine Aufgabenkultur entwickelt werden kann, die den genannten Anforderungen gerecht wird. Bearbeitet werden soll auch die Frage, welche Angebote geeignet sind, den Regelunterricht gegebenenfalls zu ergänzen, um junge Menschen auf dem Weg zur Exzellenz im kognitiven Bereich zu unterstützen.
Die Fragestellung wird an der Tagung in zwei Referaten je aus psychologischer und aus didaktischer Sicht aufgespannt. Es sprechen Prof. Dr. Albert Ziegler, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, und Prof. Dr. Esther Brunner, Pädagogische Hochschule Thurgau. Unter Leitung von Prof. Dr. Annette Tettenborn, Pädagogische Hochschule Luzern, treten die beiden Referierenden anschliessend ins Gespräch, an dem sich auch die Tagungsteilnehmenden beteiligen können.
Am Nachmittag erhalten die Teilnehmenden in verschiedenen Ateliers Impulse für die eigene Unterrichtsgestaltung, lernen Beispiele guter Praxis kennen und können Erfahrungen austauschen. Referate und Ateliers sind auf Teilnehmende verschiedener Stufen des Bildungswesens ausgerichtet.


Von andern Organisationen


Symposium 10 Jahre ZEPP: Meisterleistung – Leistung meistern

Das Zentrum für Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie unter Leitung von Frau Dr. Letizia Gauck feiert sei 10-jähriges Bestehen im Rahmen eines Symposiums. Dieses findet am Freitag, 29. April 2016, 9.15 Uhr bis 14.30 Uhr, an der Universität Basel statt. Das Symposium widmet sich psychologischen und pädagogischen Themen rund um Leistung und wird als SKJP-Weiterbildung anerkannt (Infos unter → www.zepp.unibas.ch).
Um 15 Uhr beginnt die für alle offene Jubiläumsfeier mit einem Marktplatz der ZEPP-Angebote und einer Podiumsdiskussion zum Thema: Gut, besser, am besten – Leistung und Wohlbefinden aus der Innen- und Aussensicht.


8. LISSA-Preisverleihung am 16. Juni 2016 in Bern

Die Verleihung des LISSA-Preises, der bereits in seiner achten Runde steht, findet in Bern am Donnerstag, 16. Juni 2016, ab 17 Uhr statt. Im Museum für Kommunikation werden die neuen LISSA-Preisträgerschulen bekannt gegeben und stellen ihre Projekte vor. Im Anschluss an die Preisverleihung wird ein Apéro gereicht und vorgängig können Interessierte einen Rundgang durch die Wechselausstellung «Dialog mit der Zeit» im Museum machen.
Anmeldung (bis 1. Juni 2016) unter → www.lissa-preis.ch.


Schule Talentia Zug: Tag der offenen Tür am 21. Mai 2016 mit Dominik Gyseler

Die Talentia in Zug öffnet zweimal jährlich ihre Türen für Familienangehörige, Freunde und alle Interessierten. Der nächste Tag der offenen Tür ist Samstag, 21. Mai 2016, von 9 bis 12 Uhr. Der offene Tag beginnt mit einem Referat von Prof. Dr. Dominik Gyseler, Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, zum Thema «Wie unser Hirn erfolgreich lernt». Das Team der Talentia lädt dazu ein, zusammen mit dem Neurowissenschafter jene Faktoren anzuschauen, die zum Lernerfolg beitragen. Anschliessend werden Lernende ihre Projektarbeiten präsentieren. Weitere Informationen unter → www.talentia.ch.


Studiengang CAS Integrierte Begabungs- und Begabtenförderung (IBBF)

Im September 2016 beginnt wieder ein CAS-Weiterbildungsangebot für Lehrpersonen und Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen zur integrativen Begabungs- und Begabtenförderung an der Pädagogischen Hochschule Luzern. Der Abschluss befähigt Lehrpersonen zur spezifischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Begabungen und für die Mitwirkung in Förderprogrammen ihrer Schule. Der CAS IBBF wird im MAS Integrative Förderung der PH Luzern (MAS IF) und in dem von der EDK anerkannten MAS Integrative Begabungs- und Begabtenförderung der PH FHNW (MAS IBBF) angerechnet. Der Studiengang CAS IBBF steht neu unter der Leitung von Marianne Ettlin.
Weitere Infos: → www.phlu.ch.


International


Anmeldung offen für das Platon Youth Forum 2016 in Obertrum bei Salzburg

Das diesjährige Platon Youth Forum unter dem Patronat der Universität Salzburg ist der Idee einer Europäischen Bürgerschaft gewidmet. Junge Menschen aus ganz Europa sind eingeladen zum internationalen Sommer-Camp in Obertrum bei Salzburg. Die Teilnehmenden beschäftigen sich in verschiedenen Workshops mit aktuellen Problemen und Fragestellungen in der Europäischen Union. Die Teilnehmenden diskutieren Lösungen, die sich an den Prinzipien gemeinsamer Werte und kultureller Vielfalt orientieren. Eingeladen sind junge Menschen, die sich für Europa und den interkulturellen Dialog interessieren, 15 bis 20 Jahre alt sind und Englisch sprechen. Das Sommer-Camp findet vom 24. - 30. Juni 2016 statt, die Anmeldefrist dauert bis zum 15. Juni 2016.
Weitere Informationen sind zu finden unter: →http://platon.vake.sbg.ac.at


«Chancen bieten und ergreifen» – Internationaler Kongress zu Fragen der Begabungs- und Exzellenzförderung am ÖZBF in Salzburg
Im Fokus des Kongresses vom 20. - 22. Oktober 2016 steht die aktive Gestaltung von begabungsförderlichen Strukturen durch und für jeden Einzelnen. In Vorträgen und Diskussionen werden folgende inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt:
- Gestaltung von Begabungs- und Bildungslandschaften
- begabungsförderliche Kooperationen und Bildungszusammenarbeit
- geeignete begabungsfördernde Lernsettings
- individuell fördern, (Eigen-)Verantwortung stärken
- Systemverantwortung und Chancengerechtigkeit
Als Hauptvortragenden stehen bereits fest: Roland Grabner (Universität Graz), Margaret Sutherland (University of Glasgow), Christine Pauli (Universität Freiburg CH), Michael Bruneforth (Bundesinstitut bifie).
Weitere Informationen und Anmeldung bietet folgender Link: → www.oezbf.at.

   

Publikationshinweis


High Ability Studies 2/2015
Die neuste Ausgabe der englischsprachigen ECHA-Zeitschrift ist motivationalen und emotionalen Aspekten im Zusammenhang mit Begabung gewidmet. Einführend zeichnen Olszewski-Kubilius, Subotnik und Worrell das Zusammenspiel motivationaler und psychosozialer Fähigkeiten nach, das die Transformation von Talent in hohe Leistung und Exzellenz ermöglicht. Dabei wird Motivation nicht als stabiles Merkmal, sondern als form- und förderbare Fähigkeit gesehen, deren aktive Ausbildung, Förderung und Stärkung in der Begabungsförderung von zentraler Bedeutung ist. Zeidner und Shani-Zinovich haben in Israel als begabt identifizierte Schülerinnen und Schüler der 10. bis 12. Klassenstufe (High-School) sowie gleichaltrige, nicht als begabt identifizierte Lernende zu mehreren Facetten des Selbstkonzepts befragt. Dabei zeigte sich, dass die als begabt identifizierten Jugendlichen ein höheres akademisches Selbstkonzept, jedoch ein tieferes personales, soziales und physisches Selbstkonzept berichteten als die Vergleichsgruppe. Lüftenegger, Kollmayer, Bergsmann, Jöstl, Spiel und Schober beschreiben einen Vergleich zwischen hoch leistenden mathematisch begabten Jugendlichen und begabten, aber nicht hoch leistenden Jugendlichen (Unterachievern). Im Fokus standen dabei motivationale Ressourcen sowie Aspekte des Unterrichts. Hoch Leistende zeigten günstigere motivationale Ressourcen (insbesondere ein höheres akademische Selbstkonzept, stärkere Wirksamkeitsüberzeugung sowie ein dynamisches Verständnis von Begabung) und sie berichteten auch eher von einer aufgabenorientierten, auf das Lernen konzentrierten und moderat herausfordernden Unterrichtsgestaltung. Der letzte Beitrag von Roos, Bieg, Goetz, Frenzel, Taxer und Zeidner zeigt, dass leistungsfähige Schülerinnen und Schüler (9./10. Klasse Gymnasium) im Mathematikunterricht sowohl grundsätzlich wie auch situativ weniger ängstlich waren und ihre Ängstlichkeit auch realistischer einschätzten als leistungsschwache Lernende.




Redaktionsschluss für den zweiten Newsletter 2016 ist am 10. Juni 2016.
Beiträge bitte bis zu diesem Datum an die unten stehenden Adressen senden. Danke!

Wir wünschen allen Netzwerk-Mitgliedern frohe Ostern und einen sonnigen Frühling!
Andrea Jossen und Silvia Grossenbacher



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