Aktuelles - Newsletter März 2017

Informationen aus dem Netzwerk


Das Netzwerk Begabungsförderung pausiert 2017 mit der Herbsttagung und freut sich auf den Schweizerischen Kongress zur Begabungs- und Begabtenförderung am Campus in Brugg-Windisch (siehe unten).


Aus den Kantonen


Kanton BE
Die Erziehungsdirektion des Kantons Bern hat erstmals die Angebote zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit einer ausserordentlichen intellektuellen Begabung evaluiert. In zwei Berichten wurde einerseits das Angebot zur Begabtenförderung in den Kantonen ausgewertet. Von besonderem Interesse war die Form der Angebote, wie diese von den Beteiligten beurteilt werden und welche Auswirkungen diese haben. Andererseits wurde das Abklärungsverfahren, das die rechtzeitige Erkennung intellektuell ausserordentlich begabter Schülerinnen und Schüler zum Ziel hat, untersucht.

Beide Berichte sind auf der Homepage der Erziehungsdirektion verfügbar:
→ Evaluation der Begabtenförderung



Von andern Organisationen


Kongress zur Begabungs- und Begabtenförderung
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Vom 14. bis 16. September 2017 bieten Keynotes, Parallelvorträge und mehr als 60 Workshops am Campus Brugg-Windisch die Gelegenheit, aktuelle Erkenntnisse zur Begabungs- und Begabtenförderung kennenzulernen, neue Impulse für die Praxis zu erhalten und mit (inter-) nationalen Expert/innen ins Gespräch zu kommen. Der Fachaustausch zwischen Lehrpersonen, Fachpersonen der Begabungsförderung, Verantwortlichen der Lehrer/innenbildung, Forschenden und Schulleitungen wird ebenso wie der Brückenschlag zur Bildungspolitik angestrebt.

Namhafte Referierenden stellen ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Diskussion: M. Sutherland (University of Glasgow), S. Reis & J. Renzulli (University of Connecticut), A. Neubauer & R. Grabner (Uni Graz), J. Kuhl (Nifbe Niedersachsen), T. Trautmann (Uni Hamburg), H. Stöger (Uni Regensburg), C. Fischer (Uni Münster), G. Weigand (PH Karlsruhe) und A. Ziegler (Uni Erlangen), L. Gauck (Uni BS), V. Mueller-Oppliger, (PH FHNW), W. Stadelmann (em. PHZ) und D. Gyseler (HfH).

In Workshops können praxisorientierte «Good Practices» vertieft werden:

Zusätzlich finden zwei Spezialforen statt: das Forum für Schulleitungen und Bildungsverantwortliche und das Forum zur Exzellenzförderung an Hochschulen

Anmeldeschluss: 15. August 2017

→ Flyer (PDF)
Weitere Informationen: → begabungsförderungskongress.ch

CAS Integrative Begabungs- und Begabtenförderung der PH Luzern 
Ende August 2017 beginnt an der PH Luzern ein CAS-Studiengang zur integrativen Begabungs- und Begabtenförderung. Der Zertifikatsabschluss befähigt Lehrpersonen zur spezifischen integrativen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Begabungen und für die Mitwirkung in Förderprogrammen ihrer Schule. Er wird im MAS Integrative Förderung (MAS IF) der PH Luzern und in dem von der EDK anerkannten MAS Integrative Begabungs- und Begabtenförderung (MAS IBBF) der PH FHNW angerechnet.

Bei genügend Anmeldungen wird der Studiengang, der gut ein Jahr dauert, durchgeführt.

Anmeldeschluss: Ende April 2017

Informationen und Anmeldung unter: → CAS IBBF PH Luzern

Programmier-Workshop Scratch
Das Zentrum für Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie (ZEPP) der Universität Basel bietet neue Kurse für Kinder von 10 bis 12 Jahren an. Auf spielerische Weise wird Scratch erkundet - eine Programmiersprache, die besonders geeignet ist fürs Schreiben von Animationen und Computerspielen. Im ersten Teil des Projektes wird die Scratch-Katze auf eine abenteuerliche Reise durch ein geheimnisvolles Labyrinth geschickt. Im zweiten Teil werden eigene Ideen für Spiele entwickelt und umsetzt.  

Der Kurs findet am 10., 17. und 24. Juni 2017 jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr statt (wer nur einen Halbtag besucht, sollte den ersten Termin wählen).

Flyer Programmier-Workshop (PDF)


Tagung «Hochbegabung im Schulalltag»
Das Schweizerische Institut für Hochbegabung veranstaltet am 6. Mai 2017 von 09.00 bis 17.15 Uhr eine Tagung in Wil SG. In Referaten und Workshops werden einerseits die Herausforderungen und die andererseits die Möglichkeiten zur Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher im Schulalltag betrachtet.

Am Morgen finden drei Referate statt: Elisabeth Zollinger (Leitung Schweizerisches Institut für Hochbegabung) "Hochbegabung – eine Herausforderung?"; Thomas Hüppi (Gymnasiallehrer) "Was kann/sollte die Schule für hochbegabte Kinder bieten?"; Sabine Zeller (Leitung Ostschweizer Forum für Hochbegabung) "Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher – eine spannende Aufgabe".

Am Nachmittag wird im ersten Workshop anhand von Theorien und Beispielen aus dem Alltag die Situation unterforderter hochbegabter Schülerinnen und Schüler diskutiert. Im zweiten Workshop erzählen die Wordkshopleiterinnen von ihren Erfahrungen und zeigen das nötige Werkzeug zur Umsetzung von Förderunterricht – für die Schule sowie auch für die Freizeit.

Danach tauschen sich die Teilnehmenden in einer Podiumsdiskussion aus.

Anmeldeschluss: 15. April 2017

Weitere Informationen unter: → Institut für Hochbegabung

   

Rezession


High Ability Studies 2/2016
Diese Ausgabe der ECHA-Zeitschrift beinhaltet sieben Beiträge, die sowohl für Forschende als auch für Praktikerinnen und Praktiker von Interesse sein können.

Im ersten Beitrag präsentieren Jessurun, Shaerer und Weggeman ein universelles Modell der Hochbegabung, welches Stärken von vorangegangenen Modellen (z.B. dem Münchner Hochbegabungsmodell) integriert.

Košir, Horvat, Aram und Jurinec untersuchen in ihrem Beitrag an slowenischen Schulen, ob Hochbegabung immer ein Vorteil ist. Nebst grundsätzlich positiven Ergebnissen, sind individuelle Differenzen vorhanden – besonders im Zusammenhang mit dem Geschlecht.

Laine und Tirri fokussierten auf die Frage, ob Lehrpersonen den Bedürfnissen der hochbegabten Kinder im Klassenzimmer entsprechen können. Die 202 untersuchten finnischen Lehrpersonen variierten im Umgang mit hochbegabten Schüler/innen gewöhnlich die Unterrichtsmaterialien und förderten das individuelle Lernen. Für eine effektivere Förderung müsste die Lehrerausbildung mehr unterschiedliche Unterrichtsstrategien für hochbegabte Kinder vermitteln.

Hernández-Torrano und Tursunbayeva zeigten 132 Lehrpersonen Profile von hochbegabten Kindern mit unterschiedlichen demografischen Merkmalen (Geschlecht, Ethnie oder sozioökonomische Status) und fragten sie nach deren Anspruch auf Hochbegabtenkurse. Demografische Merkmale hatten keinen Einfluss auf die Nominierungen.

Kool, Mainhard, Jaarsma, Brekelmans und van Beukelen verglichen akademischen Erfolg und frühen Karriereerfolg von holländischen Studienabgehenden mit oder ohne Partizipation an Honors Programmen. Studierende aus Honors Programmen schlossen einerseits das Studium besser ab und zeigen andererseits mehr Arbeitsmotivation im Vergleich zu denjenigen ohne Teilnahme an Honors Programmen.

Zhang, He, Tao und Shi untersuchten anhand von sieben Aufmerksamkeitsaufgaben die Performanz von hochbegabten Kindern in urbanen Regionen im Vergleich zu hoch- und durchschnittlich begabten Kindern, die von ruralen in urbane Regionen migrierten. Während die von rural zu urban migrierten hochbegabten Kindern in der Aufmerksamkeitsstruktur vergleichsweise besser abschnitten, war die Genauigkeit in den Aufgaben niedriger.

Im letzten Beitrag untersuchten Helsen, Baker, Schorer, Steingröver, Wattie und Starkes relative Alterseffekte bei jungen Schachspielern in Belgien. Die Resultate bestätigen den relativen Alterseffekt besonders bei den unter Acht- und unter Zehnjährigen.


Redaktionsschluss für den zweiten Newsletter 2017 ist am 12. Juni 2017.

Beiträge bitte bis zu diesem Datum an die unten stehenden Adressen senden. Danke vielmals!


Wir wünschen allen Netzwerk-Mitgliedern frohe Ostern und einen wunderschönen Frühling!
Andrea Jossen und Ramona Meier



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