Aktuelles - Newsletter Juni 2015

Informationen aus dem Netzwerk


Tagung Netzwerk und LISSA-Preis, 31. Oktober 2015, 9-16.30 Uhr, Olten:

Überfachliche Kompetenzen als Herausforderung für die Begabungsförderung

Nach dem Unterbruch im Jahr 2014 findet wieder eine Netzwerk/LISSA-Tagung statt. Gegenstand sind die überfachlichen Kompetenzen (personale, soziale und methodische Kompetenzen), die eine zunehmend wichtige Rolle spielen.
Eine Referentin und zwei Referenten werden aus verschiedenen Perspektiven ins Thema einführen: Prof. Dr. Katharina Maag Merki, Universität Zürich (Überfachliche Kompetenzen als Bildungsziele. Konzeption und Diskussion der Umsetzungsmöglichkeiten in der Praxis); Prof. Dr. Titus Guldimann, PH St. Gallen (Förderung überfachlicher Kompetenzen bei begabten Kindern und Jugendlichen) und Prof. Dr. Markus P. Neuenschwander, PH Nordwestschweiz (Herausforderungen bei der Beurteilung von überfachlichen Kompetenzen).
Am Nachmittag stehen den Teilnehmenden acht Ateliers zur Verfügung. Ausgezeichnete Schulen stellen ihre Konzepte vor: Schule Uttwil TG (Lernkompetenz vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe); Schule Speicher AR (Förderung überfachlicher Kompetenzen an der Sekundarschule); Sekundarschule Wädenswil (Förderung von überfachlichen Kompetenzen an der Sek I in Lernlandschaften): GrundacherSchule Sarnen (Nachhaltig selbstbestimmtes Lernen fördern). Ausgewiesene Fachleute laden zu unterschiedlichen Zugängen zum Thema ein: Monika Dudler (Überfachliche Kompetenzen als Schlüssel zur Potentialentwicklung in der Begabungs- und Begabtenförderung); Ursula Huber (Service-Learning: durch «Engagement-Projekte» zum curricularen Lernen); Ursula Ulrich und Claudia Conte («Mit Vielfalt auf Vielfalt reagieren» – Ein Weg vom gestaltenden Individuum zum theatralen Gemeinschaftswerk); Victor Müller-Oppliger und Urs Wilhelm (Integrative Begabungsförderung in differenzierenden Lernarrangements).
Anfangs Juli sind Details zur Tagung und die elektronische Anmeldemöglichkeit verfügbar unter
www.begabungsfoerderung.ch.


Von andern Organisationen


«Bauplatz Kreativität» – Ausstellung und Symposium

Unter diesem Titel findet vom 20. August bis 30. September2015 in Basel eine Ausstellung statt, die Bildschulen in der Schweiz portraitiert und sich mit dem mehrdeutigen Begriff Kreativität auseinandersetzt. Diese Wanderausstellung, die reiche Einblicke in Bildschulen, Aktivstationen für Kinder, ein Methodenlabyrinth für Fachleute und einen Raum der Illumination bietet, wird später an verschiedenen Orten der Schweiz gezeigt. Als Höhepunkt und aus Anlass der Gründung der Konferenz Bildschulen Schweiz findet am Samstag, 12. September 2015, in Basel ein Symposium mit Vorträgen für Fachpersonen aus Kunst und Pädagogik statt.
Was aber ist eine Bildschule? Bildschulen ermöglichen die kontinuierliche gestalterische Förderung von Kindern und Jugendlichen ergänzend zum bildnerischen Unterricht in der Regelschule. Neugierig geworden?
Weitere Informationen unter: → bildschulen.ch.


International


5. Münsterscher Bildungskongress: Frühbuchertarif bis 30. Juni 2015!

Unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, findet der 5. Bildungskongress mit dem Titel «Potenzialentwicklung – Begabungsförderung – Bildung der Vielfalt» in Münster statt.
Zwischen 9. und 12. September 2015 können Interessierte Haupt- und Parallelvorträge, wissenschaftliche oder praxisorientierte Referate, Workshops oder Symposien besuchen. Das Kongressprogramm ist reichhaltig (Hauptvorträge von Andreas Helmke, Eckhard Klieme, Olaf Köller, Wolfgang Schneider, Michael Schratz, Anne Sliwka, Margrit Stamm und James T. Webb) und im Rahmen des Beiprogramms können die Teilnehmenden eine lebendige Stadt entdecken – vom Botanischen Garten über Altstadtrundgänge bei Tageslicht, aus der Nachtwächterperspektive oder im Krimi-Gruseln bis hin zum spannenden Spieleabend wird alles geboten.
Weitere Details zu Kongress, Angeboten und Austragungsort: → icbfkongress.de/


15th International ECHA-Conference «Talents in Motion», Call for Abstracts

Die ECHA-Konferenz, die vom 2.-5. März 2016 stattfinden wird, ist der Begabtenförderung im Kontext von Migration und interkulturellem Austausch gewidmet. Der Call for Abstracts ist eröffnet.
Fokusbereiche sind: Begabtenförderung als Beitrag zu persönlicher, sozialer und kultureller Entwicklung; wertebasierte Begabtenförderung; Minderheiten und Chancengleichheit in der Begabtenförderung; Begabung und soziokultureller Kontext; sozial-emotionale Bedürfnisse von begabten Kindern und Jugendlichen; kulturelle Differenzen in Konzepten von Begabung, Lernprozessen und Leistung; Begabtenförderung und ethnische Diversität; Begabtenförderung und Muttersprache; Personorientierter Zugang zur Begabtenförderung; Mentorat und Coaching; Schlüsselkompetenzen, Sozialkompetenzen, persönliche Verantwortung; Methoden und Didaktik in der Begabtenförderung; Begabung jenseits ökonomischer Profitorientierung; Trends in Forschung und Theorie der Begabung; interkontinentaler Austausch zu Begabungskonzepten und Methoden der Begabtenförderung.
Abstracts können für mündliche Präsentationen oder Posters sowie für Symposien oder Workshops je unter der Perspektive der Forschung oder guter Praxis eingereicht werden. Die Frist zur Einreichung der Abstracts läuft am 30. September 2015 ab.
Weitere Informationen: → www.echa2016.info.


   

Publikationshinweis


Journal für Begabtenförderung 1/2015

«Kultur – Gesellschaft – Werte: nationale und internationale Perspektiven zur Begabtenförderung und Begabungsforschung» lautet der Titel der neusten Journal-Ausgabe. Nach einer kultur-wissenschaftlichen Analyse der Begabtenförderung am Beispiel Österreichs (Ulrike Greiner) und Gedanken zur Ethik der Begabungsförderung (Clemens Sedmak) folgen internationale Perspektiven. Willi Stadelmann liefert einen Entwicklungsbericht zur Begabungs- und Begabtenförderung an Schweizer Schulen, Christine L. Weber thematisiert die berufliche Weiterbildung zur Implementierung von Differenzierung an unabhängigen Schulen in den USA und Maureen Neihart sowie Liang See Tan geben einen Einblick in die Begabtenförderung in Singapur. In der Rubrik Blickpunkt berichten Roland H. Grabner und Andreas Fink über ausgewählte nationale und internationale Trends in der kognitiv-neurowissenschaftlichen Begabungsforschung.

Begabung. Grundlagenwissen für Studierende, Lehrende und pädagogisch Interessierte

Im Sinne einer Einführung nimmt das Buch das soziale Konstrukt «Begabung» auf und stellt den Anspruch, eine problem- und sozialgeschichtliche Rekonstruktion zu leisten. Im ersten Teil der Publikation beleuchtet Timo Hoyer frühe Anzeichen entsprechender Vorstellungen in Altertum und Mittelalter und deckt über die Frühe Neuzeit bis in die Moderne sich wandelnde Bedeutungs-dimensionen, anthropologische Begründungsmuster, gesellschaftliche und schulstrukturelle Zusammenhänge auf mit dem Ziel, eine fundierte und kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Begabung zu ermöglichen. Auf dieser Grundlage schildert Gabriele Weigand neuere Konzepte und -modelle von Begabung und Hochbegabung und stellt – fokussiert auf Deutschland – Initiativen und Programme zur Begabungs- und Begabtenförderung vor. Im dritten Teil des Buches fasst Victor Müller-Oppliger die Geschichte der «Gifted Education» in den USA zusammen und arbeitet insbesondere die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Joseph Renzulli heraus. Dabei wird die hierzulande oft verkürzte Darstellung des Drei-Ringe-Modells korrigiert und die für Renzulli unabdingbare Einbettung ins soziale Umfeld und damit die systembedingte Abhängigkeit und Dynamik in der Entwicklung von Begabungen hervorgehoben. Ausgehend von Renzullis Schoolwide Enrichment Model, entfaltet Müller-Oppliger eine Didaktik der Begabungsförderung, die aktuelle lernpsychologische Erkenntnisse wie auch sozialphilosophische Gedankengänge mit einbezieht.
Hoyer, T.; Weigand, G. & Müller-Oppliger, V. (2013). Begabung. Eine Einführung. Darmstadt: WBG (Wissenschaftl. Buchgesellschaft) (ISBN 978-3-534-23506-3)

Personorientierte Begabungsförderung

Die Autorin und die Autoren legen eine Einführung in Theorie und Praxis der personorientierten Begabungsförderung vor. Sie tun dies in drei Kapiteln (Personen begaben – Lernen personalisieren oder: personorientiert lehren und lernen – Schule personorientiert entwickeln). Jedes Kapitel besteht aus Grundlagen- und Vertiefungstexten, wobei letztere aus Erfahrungen der Praxis stammen. Das erste Kapitel enthält grundlegende Texte zur personalen Anthropologie und Pädagogik, die Begriffe Begabung, Hochbegabung und Leistung werden geklärt und ein ökologisches Begabungsmodell wird entwickelt. Das zweite Kapitel klärt die Unterschiede zwischen individuellem und personalem Lernen, gibt Einblicke in personorientierte Lehr- und Lernformen und in Möglichkeiten des autonomen Lernens. Im dritten Kapitel kommen Prozesse der personorientierten Schulentwicklung und der Entwicklung von Schulkulturen durch Wertebildung zur Sprache. Nicht zuletzt geht es dabei um das besondere Berufsprofil der begabungsfördernden Lehrperson.
Weigand, G.; Hackl, A.; Müller-Oppliger, V. & Schmid, G. (2014). Personorientierte Begabungsförderung. Weinheim: Beltz (ISBN 978-3-407-25712-3)



Redaktionsschluss für den dritten Newsletter 2015 ist am 18. September 2015.
Beiträge bitte bis zu diesem Datum an die unten stehenden Adressen senden. Danke!

Wir wünschen allen Netzwerk-Mitgliedern schöne, warme Sonnentage
und eine erholsame Sommerpause!

Andrea Jossen und Silvia Grossenbacher



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