Aktuelles - Newsletter Dezember 2015

Informationen aus dem Netzwerk


Erfolgreiche Tagung zu den überfachlichen Kompetenzen
Die gemeinsamer Trägerschaft von Netzwerk Begabungsförderung und LISSA-Preis bewährte sich auch für die diesjährige Begabungsförderungs-Tagung, zu der sich rund 150 Personen aus der Deutschschweiz in Olten einfanden. Die Referate und Ateliers boten Gelegenheit zur Auseinandersetzung damit, was unter überfachlichen Kompetenzen zu verstehen ist, wie sie – auch im Rahmen der Begabungsförderung – gestärkt werden können und wie man sie in der Beurteilung berücksichtigen könnte. Die Gelegenheiten zur Vernetzung wurden rege genutzt. Zum Ausklang der Tagung wurde die langjährige Koordinatorin des Netzwerks, Silvia Grossenbacher, verabschiedet. Seitens der kantonalen Projektverantwortlichen würdigte Esther Germann (AR) den Einsatz, seitens der Stiftung für hochbegabte Kinder und des LISSA-Preises, sprach Wolfgang Stern den Dank für die fruchtbare Zusammenarbeit aus. Die Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung in Aarau betreut das Netzwerk weiterhin. Die Tagung im Herbst 2016 wird dem Stellenwert der Aufgabenkultur in der Begabungsförderung gewidmet sein.
Unterlagen zu den Referaten und Ateliers der Tagung 2015 in Olten sind zu finden unter: →www.begabungsfoerderung.ch


Konferenz Bildschulen Schweiz gegründet

Anlässlich eines Symposiums unter dem Motto «Bauplatz Kreativität» vom 12. September 2015 in Basel wurde die Konferenz der Bildschulen Schweiz ins Leben gerufen. Sie ist ein Zusammenschluss von Fachpersonen aus dem Bereich der Bildschulen und will die kontinuierliche gestalterische Förderung von Kindern und Jugendlichen – ergänzend zum bildnerischen Unterricht in der Regelschule – ermöglichen. Im Rahmen des Symposiums konnte sich auch das Netzwerk Begabungsförderung vorstellen. Dessen Koordinatorin begrüsste die Bildschulen als unverzichtbare Initiativen und Institutionen, die ergänzend und bereichernd die schulische Begabungsförderung unterstützen. Das Netzwerk der schweizerischen Bildschulen ist im Aufbau begriffen, Angebote gibt es bereits in Aarau, Basel, Bern, Biel, St. Gallen und Zug. Weitere Informationen und Links: → http://bildschulen.ch/.



Von andern Organisationen


Achtung: Anmeldefrist zum 8. LISSA-Preis nicht verpassen

Schulen, die sich mit ihren Projekten zur Stärkenförderung, zum personalisierten Lernen, zur Begabtenförderung, zum Schulischen Enrichment Modell SEM o.ä. um den 8. LISSA-Preis bewerben wollen, müssen ihre Unterlagen bis zum 15. Januar 2016 einreichen. Teilnahmeberechtigt sind Projekte an Schweizer Schulen aller Klassenstufen vom Kindergarten bis zum 13. Schuljahr, einschliesslich Schulen für berufliche Ausbildung. Die Preissumme beträgt 30'000 Franken. Damit wurden in den vergangenen Jahren jeweils 5 bis 7 Projekte ausgezeichnet. Die Preisverleihung wird am 16. Juni 2016, um 17 Uhr stattfinden, der Ort wird noch bekannt gegeben.
Alle Informationen zu den Zielen des Preises, zu den Voraussetzungen für die Bewerbung, wie auch die Bewertungskriterien der Jury sind zu finden unter: → www.lissa-preis.ch/wettbewerb.  


LISSA-Impulsveranstaltung Rottenschwil AG

Der LISSA-Preis organisiert Impulsveranstaltungen, um an der Begabungsförderung interessierte Lehrpersonen und Schulen mit LISSA-Preisträgerschulen in Kontakt zu bringen. In diesem Rahmen lädt die LISSA-Preisträgerschule Rottenschwil im Kanton Aargau am Mittwoch, 13. Januar 2016 von 14 bis 17 Uhr zum Besuch ihrer Schule ein. Nach einem gemeinsamen Start mit Vorstellen des Konzeptes, können die Teilnehmenden verschiedene Aspekte vertieft kennen lernen (Atelier, Projektarbeit, dialogisches Lernen, altersdurchmischtes Lernen etc.). Der Besuch endet mit einer gemeinsamen Schlussrunde.
Anmeldung bis 6. Januar 2016 unter: →www.lissa-preis.ch/lissa-impulstagungen-2015/


Symposium Begabung: Samstag, 19. März 2016

Das 11. Symposium Begabung der Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) widmet sich dem Thema «Denn sie wissen nicht, was sie tun – Lernstrategien: auch für begabte Kinder!». Voraussetzung für erfolgreiches Lernen sind Kenntnisse in Lernstrategien und Arbeitstechniken. Auch begabte Lernende wissen oft nicht, wie ein Problem zu lösen ist oder wie sie zu ihrer Lösung gekommen sind. An der Tagung wird diskutiert, warum Lernstrategien wichtig sind, wie man Lernende befähigt, das eigene Lernen zu steuern und welche Bedeutung Lernstrategien in der Begabungs- und Begabtenförderung haben.
«Die Vermittlung von Lernstrategien – unnötiger Aufwand oder sinnvolle Zeitinvestition im Rahmen der Begabtenförderung?» lautet der Titel des Referats von Prof. Dr. Heidrun Stöger, Universität Regensburg. Vor und nach der Mittagspause bieten neun verschiedene Workshops den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in das Thema Lernstrategie zu vertiefen. Abgerundet wird die Tagung mit einem Referat von Gabriela Amstad. Sie erzählt, warum und wie sie ihr Schulhausteam mit ins Boot geholt hat, um eine gemeinsame Basis für Lernstrategien zu legen. Sie berichtet von Erfolgen, Stolpersteinen und Perspektiven.
Das Symposium richtet sich an Lehrpersonen aller Stufen, Schulleitungen, Fachpersonen der Begabungs- und Begabtenförderung sowie an Mitglieder von Schulbehörden.
Anmeldung (bis 29. Februar 2016) und weitere Infos: → symposium-begabung.phzg.ch


Kurs und Workshop zu IIM (Independent Investigation Method) in Egerkingen

In Egerkingen finden am 12. März 2016 wieder öffentliche IIM-Kurse statt. Das Programm umfasst zwei Teile:
Morgens: Einführungskurs mit Workshop in die IIM 7-Schritt-Projektmethode des forschenden Lernens, damit bereits in Primarschulklassen mit der IIM gearbeitet werden kann.
Nachmittags: Auffrischungskurs, Vertiefung, Tipps, Bezug der IIM zur Neuen Lernkultur und zur Kompetenzorientierung des Lehrplans 21, sowie zur Projektarbeit in Klassen mit altersdurchmischtem Lernen AdL, Diskussions- und Austauschmöglichkeiten über IIM-Projekte mit anderen Lehrpersonen.
Die 7-Schritt-Projektmethode des forschenden Lernens aus den USA ist ein sehr motivierendes und kompetenzorientiertes Lern-Arrangement, mit welchem alle Lernenden bereits auf der Primarschulstufe erfolgreich und sehr selbstständig in 7 Schritten ein eigenes Thema bearbeiten können. Dabei lernen sie grundlegende Arbeits- und Lerntechniken, Strategien und Reflexionsmöglichkeiten, welche sie befähigen, selbstständig Projekte durchzuführen. Für die Begabungs- und Begabtenförderung ist die IIM eine äusserst geeignete, herausfordernde Methode. Dazu gibt es ein praktisches, gut zu handhabendes und für alle Kinder einsetzbares Lehrmittel. Mit dieser 7-Schritt-Methode kann individuell optimal auf das Begabungs- und Leistungsvermögen jedes Lernenden eingegangen werden. Jedes Kind arbeitet seinem Niveau und seinem Tempo entsprechend individuell vorwärts. Zudem kann jedes Kind von den Mitschülern als Experte in seinem individuell gewählten Thema wahrgenommen werden. Die in den USA von Cindy Nottage und Virginia Morse entwickelte IIM wird im deutschsprachigen Raum von Doris Müller-Hostettler, MAS IBBF FHNW, vertreten.
Anmeldung zum IIM Kurs und Workshop (bis 25. Februar 2016) sowie weitere Informationen unter: → www.iimresearch.ch.


KinderUni® des EHK: Programm 2016 erschienen

Die KinderUni® des EHK organisiert Förderkurse für Kinder und Jugendliche mit Fähigkeiten weit über dem Durchschnitt. Das Programm 2016 umfasst halb- bis zweitägige Kurse sowie ein Sommercamp (17. bis 23. Juli 2016) in Schiers.
Die Broschüre kann bestellt werden bei: Geschäftsstelle EHK, Postfach 712, 8706 Meilen, info(at)ehk.ch. Das Programm erscheint auch auf: www.ehk.ch/kinderunir/anlaesse.



International

15. internationale ECHA-Konferenz, 2. - 5. März 2016 in Wien: jetzt anmelden!

Migration und interkulturellen Austausch unter dem Blickwinkel der Begabtenförderung zu betrachten – dies ermöglicht die 15. Internationale ECHA-Konferenz in Wien. Das reichhaltige Programm startet am Mittwochnachmittag mit dem Eröffnungs-Referat von Robert Sternberg und endet am Samstagmittag mit den Konklusionen von Monika Kil und Aljoscha Neubauer. Neben den Haupt- und Parallelreferaten warten auch Symposien und Postersessions, viel Wiener Charme und eine Fahrt auf der Donau auf die Teilnehmenden.
Alle Details zur Konferenz: → www.echa2016.info.



Rezensionen

Neue Publikation des özbf: Begabung entwickelt Schule und Unterricht

Das praxisorientierte Handbauch, erarbeitet vom Österreichischen Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF), zeigt auf durchaus auch für die Schweiz gültige Weise den Weg zur begabungs- und exzellenzfördernden Schule. Gestützt auf ein dynamisches Begabungskonzept und ein systemisches Verständnis von Schule und Unterricht, schildern die Autorinnen ebenso anschaulich wie fundiert die einzelnen Schritte eines erfolgreichen Schulentwicklungsprozesses. Das Herzstück des Handbuches bilden die Kapitel zur begabungsfördernden Unterrichtsgestaltung, zum Aufbau einer Feedbackkultur an der Schule und zur systemischen Einzelförderung. Sehr deutlich wird, dass Differenzierung und Individualisierung als Antwort auf die Heterogenität der Klassen wichtig sind, dass es aber auch des Enrichments und der Akzeleration bedarf, um der hohen Leistungsbereitschaft einzelner Schülerinnen und Schüler entgegen zu kommen. Wie dies – auch in Zusammenarbeit mit dem sozialen Umfeld – organisiert werden kann, zeigen die Autorinnen anhand zahlreicher Beispiele auf.
Am Schluss des Handbuches finden sich Anleitungen zur Evaluation und zur längerfristigen Qualitätssicherung. Wie Willi Stadelmann im Vorwort festhält, will das Handbuch entwicklungsfördernd wirken und Mut machen. Dies gelingt den Autorinnen, weil sie sich nicht nur auf den neusten wissenschaftlichen Stand, sondern auch auf vielfältige Praxiserfahrungen stützen können.
Friedl, S.; Rogl, S.; Samhaber, E. & Fritz, A. (2015). Begabung entwickelt Schule und Unterricht. Handbuch Schulentwicklung für begabungs- und exzellenzförderndes Lernen. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. ISBN: 978-3-8340-1508-2



Redaktionsschluss für den ersten Newsletter 2016 ist am 11. März 2016. Beiträge bitte bis zu diesem Datum an die unten stehenden Adressen senden. Danke!



Wir wünschen allen Netzwerk-Mitgliedern frohe Festtage und ein erfolgreiches 2016!
Andrea Jossen und Silvia Grossenbacher



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