Aktuelles - Newsletter Juni 2010

Informationen aus dem Netzwerk


Netzwerk-Tagung «Selbstreguliertes Lernen und Begabungsförderung»

«Selbstreguliertes Lernen» steht als Begriff für einen Wandel in Unterricht und Schule, der für die Begabungsförderung von grundlegender Bedeutung ist. Mit seiner Verbreitung stellen sich jedoch Fragen. Teilen wir ein gemeinsames Verständnis? Sind ähnlich lautende Begriffe (selbstgesteuert, -bestimmt, -organisiert, -sorgend) nur Nuancen oder verbergen sich dahinter unterschiedliche Konzepte? Wie verorten sich Lernende, Lehrende und das Wissen in einer «Selbstlern-Architektur»? Wie verändert sich die Rolle der Lehrperson und was bedeutet das für die Begabungsförderung? Wie beeinflusst eine Unterrichtsgestaltung, die selbstreguliertes Lernen ermöglicht, die Entwicklung der gesamten Schule?

Diesen Fragen gehen wir an der Netzwerk-Tagung vom 30. Oktober 2010 nach. Ins Thema einführend referiert Prof. Dr. Kurt Reusser, Universität Zürich, und diskutiert anschliessend unter der Leitung von Prof. Dr. Annette Tettenborn (PHZ) mit Prof. Victor Müller-Oppliger (PH FHNW) und Prof. Dr. Miriam Leuchter (PHZ). Die Ateliers am Nachmittag zeigen Umsetzungsbeispiele auf verschiedenen Stufen und ermöglichen den Erfahrungsaustausch. Zum Schluss der Tagung lädt das Netzwerk Begabungsförderung anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums zu einem kleinen Festakt mit Apéro. Weitere Informationen folgen auf: www.begabungsfoerderung.ch > Aktuelles.

 

 

Informationen von anderen Organisationen


Beflügelndes Wingsseminar 2010

Vom 6.-10. April holten sich 120 Lehrpersonen von Kindergarten bis Gymnasium und Berufsschulen aus dem In- und Ausland Impulse für einen begabungsfreundlichen Unterricht. Zudem besuchten rund 20 Vertreterinnen und Vertreter von Bildungsinstitutionen das integrierte zweitägige Wings-Forum, in dem sie einen Einblick in den aktuellen Diskurs rund um die Begabungs- und Begabtenförderung erhielten. In Kooperation mit der PHZ Zentralschweiz wurde Wings zum dritten und vorläufig letzten Mal in Luzern durchgeführt.

Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete Motivation als Schlüssel zur Begabtenförderung. Sieben Grundprinzipien der Motivationsförderung wurden im Eingangsreferat von Heidrun Stöger und Albert Ziegler vorgestellt und im anschliessenden Kurs vertieft. Dort ging es unter anderem auch um Motivation in geschlechtsuntypischen Fächern, um die Rolle der Lehrperson als Vorbild und um Attributionsmuster (Präsentationen und Kursunterlagen siehe www.wingsseminar.ch/kursunterlagen10.html).

Die Teilnehmenden konnten aus einer Palette von 26 verschiedenen Wahlkursen und Workshops auswählen und das Rahmenprogramm bot zahlreiche Gelegenheiten zur Vernetzung. Das bereits zur Tradition gewordene Podiumsgespräch mit Jugendlichen mit hohen Fähigkeiten unter der Leitung von Joëlle Huser machte dem Publikum diesmal deutlich, wie leicht ruhige angepasste Mädchen mit hohen Fähigkeiten übersehen werden.

LISSA-Preisverleihung in St. Gallen: Anerkennungspreis für Fritz Riedweg

Aus einer interessanten Mischung von 24 Projekteingaben zur Begabungs- und Begabtenförderung konnten von der LISSA-Jury auch bei der 5. Austragung des Preises hervorragende Sieger ausgewählt werden. Die Preise im ersten Rang gingen an die Primarschule Gettnau (LU) und an die Stadtschulen Zug. Im zweiten Rang ausgezeichnet wurde die Schule am Wasser in Zürich. Preise im dritten Rang gingen an die Primarschulen Hildisrieden, Hitzkirch und Wikon (alle LU) sowie die Schule Kügeliloo in Zürich. Mit einem Anerkennungspreis wurde das Tüftellabor Brütwerk der Scuola Vivante ausgezeichnet und den zweiten Anerkennungspreis erhielt Fritz Riedweg, Beauftragter für Förderangebote im Kanton Luzern, für seine seit Jahren geleistete hervorragende Unterstützung für die Entwicklung der Begabungsförderung. Auch im Rahmen des Netzwerks gibt Fritz Riedweg als kantonaler Projektverantwortlicher immer wieder wichtige Impulse. Wir gratulieren ihm ganz herzlich zum LISSA-Anerkennungspreis!
Details demnächst unter www.lissa-preis.ch.

 

 

Hinweise auf Publikationen


Swissgifted Journal 1/2010

Mit der bereits fünften Nummer ihres Journals bringt die Schweizerische Gesellschaft für Begabungs- und Begabtenförderung eine reichhaltige Publikation heraus. Zwei Übersetzungen aus dem Englischen machen Joe Renzullis Überlegungen zum induktiven Lernen und eine Neufassung des differenzierten Modell von Begabung und Talent von Françoys Gagné zugänglich. Wichtige Impulse für die Praxis liefert Claudia Waldvogel. Sie stellt Ergebnisse ihrer Masterarbeit zur begabungsfördernden Leistungsbewertung vor. Und Albert Ziegler präsentiert seine Überlegungen zum nicht ganz unbelasteten Verhältnis zwischen Pädagogik und Bildungsökonomie in einer für das Thema Begabungs- und Begabtenförderung animierenden Weise. Matthias Giger porträtiert John Frederic Feldhusen und dessen Exzellenzmodell, das vor allem für die Oberstufe Beachtung verdient. Ein kurzes Interview mit der Begabungsforscherin und Lehrpersonenbildnerin Heidrun Stöger, eine ausführliche Rezension des LISSA-Buches «Begabungsförderung leicht gemacht» sowie zahlreiche weitere Buchbesprechungen runden das Heft ab. Zu bestellen über www.swissgifted.ch. (Das nächste Seminar von Swissgifted findet am 11.9.2010 in Luzern statt.)

 

 

Internationales


Für Kurzentschlossene: Platon-Jugendforum 10 – Anmeldeschluss 15. Juni

Am Jugendforum, das vom 1. bis 7. August 2010 stattfindet und von ECHA-Österreich und der Universität Salzburg organisiert wird, können Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren aktuelle Themen und Probleme diskutieren. Im Zentrum stehen dieses Jahr: Gedächtnis, Gehirn und Neurobiologie; EU – ein Wirtschaftsraum mit hohen sozialen Standards oder mit Sozialdumping?; Grenzenlose Liebe, Freundschaft, Partnerschaft und ihre gesellschaftlichen Begrenzungen; Solidaritätsbeiträge und die Frage der Gerech§tigkeit; Individualität und elektronische Medien – ausgeliefert oder beschützt? Als Voraussetzungen sind Interesse und Motivation, Kenntnisse im Bereich Internetrecherche und Bereitschaft zu selbständigem Arbeiten und argumentativer Auseinandersetzung gefragt.

Anmeldung unter http://platon.echa-oesterreich.at/kontakt.html bis zum 15. Juni 2010.

 

 


Redaktionsschluss für den nächsten Newsletter (September 2010) ist am 6. September 2010.
Beiträge bitte bis zu diesem Datum an die unten stehenden Adressen senden. Danke!


Wir wünschen allen Netzwerk-Mitgliedern einen schönen Sommer.
Andrea Jossen und Silvia Grossenbacher


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Kontaktpersonen: Andrea Jossen (062 835 23 90) und Silvia Grossenbacher (062 835 23 92).
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