Aktuelles - Newsletter September 2012

Informationen aus dem Netzwerk


Tagung «Gemeinsam unterrichten und fördern an einer Schule für alle», 17.11.2012

Die vom Netzwerk für Integrative Schulungsformen und dem Netzwerk Begabungsförderung gemeinsam organisierte Tagung in Luzern findet ein erfreuliches Interesse. Mit den Referenten Prof. Dr. Peter Lienhard, HfH Zürich, und Prof. Dr. Michael Eckhart, PH Bern, führen zwei ausgewiesene Spezialisten aus unterschiedlichen Perspektiven ins Thema ein. Während Peter Lienhard in seinem Vortrag «Geht die Begabtenförderung in der integrativen Schule auf oder unter?» Aspekte der Schulorganisation und der Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams anspricht, plädiert Michael Eckhart für «die Notwendigkeit einer mehrdimensionalen Didaktik» und stellt «ein heuristisches Reflexionsmodell für den Unterricht in heterogenen Schulklassen» zur Diskussion. Die Ateliers am Nachmittag greifen weitere Aspekte der Zusammenarbeit, aber auch Ausbildungsfragen sowie Nutzungsmöglichkeiten für die Vielfalt im Kollegium auf oder präsentieren erfolgreiche Lernkonzepte und Lernarrangements aus ihren Schulen: Kooperatives, dialogisches und altersgemischtes Lernen sind nur einige Stichworte dazu. Fühlen Sie sich angesprochen? Es hat noch Plätze frei!
Infos und Anmeldung: → www.begabungsfoerderung.ch.



Informationen aus den Kantonen


Integrative Begabungsförderung in differenzierenden Lernarrangements (IBFLA)

Die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz entwickelt in Zusammenarbeit mit ausgewählten Unterrichtsteams an einer Primarschule im Kanton Aargau Umsetzungsformen, wie Schüler/innen im Unterricht auf der Basis ihrer jeweiligen Lernvoraussetzungen und Potenziale auf unterschiedlichem Leistungsniveau gemeinsam lernen können. Dabei werden die individuellen Lernwege und das individuelle Verstehen der Lerninhalte durch die einzelnen Schüler/innen ebenso berücksichtigt wie die Lerngemeinschaft, die kooperatives Lernen ermöglicht. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Lernenden aus bildungsfernen oder fremdsprachigen Bevölkerungsgruppen gerichtet.
Das Forschungsprojekt wird im Sommer 2013 abgeschlossen und ausgewertet. Das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau unterstützt das Projekt.

Kontakt:
Victor Müller Oppliger, Pädagogische Hochschule FHNW, victor.mueller@fhnw.ch
Urs Wilhelm, Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau, urs.wilhelm@ag.ch

 


Informationen von anderen Organisationen


Schulwettbewerb.ch

Schulwettbewerbe sind zahlreich und vielfältig. Sie können helfen, neue Arbeits- und Lernsituationen zu schaffen oder ein Thema aus einer anderen Perspektive zu bearbeiten. Sie bieten zudem die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler gezielt individuell zu fördern und ihre Stärken hervorzuheben. Um die Suche nach geeigneten Wettbewerben zu vereinfachen, ist seit einem Jahr die Internet-Plattform «Schulwettbewerb.ch» aufgeschaltet. Die Website soll den Lehrpersonen, aber auch den Schülern den Zugang zu Schulwettbewerben erleichtern. Sie bietet eine Übersicht an Wettbewerben, die einen Beitrag zur Förderung von Schülerinnen und Schülern leisten. Es handelt sich um ein Projekt des LCH, des Migros Kulturprozent und der Stiftung für hochbegabte Kinder. Die Wettbewerbe werden auf dem Schweizerischen Bildungsserver educa.ch publiziert.

www.schulwettbewerb.ch

 

Tagung «Förderung der MINT-Kompetenzen» vom 23./24. Oktober 2012 in Basel

Initiiert von Forum Bildung und den Akademien der Wissenschaften Schweiz findet die Tagung «Förderung der MINT-Kompetenzen zur Stärkung des Bildungs-, Wirtschafts- und Wissenschafts-standortes Schweiz» im Kongresszentrum der Messe Schweiz in Basel statt. Aus politisch-gesellschaftlicher, volkswirtschaftlicher, kultureller und pädagogischer Sicht wird thematisiert, wie Kompetenzen und Interessen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) besser gefördert und mehr junge Menschen zu Berufslehren und Studien in diesen Bereichen motiviert werden können. Anmeldeschluss ist der 9. Oktober 2012.

→ www.forumbildung.ch/web/veranstaltungen

Im Anschluss an die Tagung lockt die Worlddidac/Didacta mit weiteren Angeboten, die auf die MINT-Fachbereiche sowie die Begabungs- und Begabtenförderung ausgerichtet sind. Im Programm «Schule macht Schule» werden am Mittwoch, 24.10.2012, u.a. das Robotik-Förderangebot des Kantons Aargau (13.15-14.00 Uhr) und das Zürcher Angebot für junge Migrantinnen und Migranten «ChagALL» (14.30-15.15 Uhr) vorgestellt. Auch der LISSA-Film wird in diesem Rahmen gezeigt (16.00-16.45 Uhr).
www.didacta.ch > Besucher > Highlights > Veranstaltungskalender.

Stiftung Kinder und Jugendmuseum: Mobiles Museum
Das Mobile Museum bietet Ausstellungen, Ateliers und Mitmachangebote zu Kunst und Kulturaustausch für alle Schulstufen. Es kommt mit dem gesamten Ateliermaterial ins Schulhaus: z.B. mit Ausstellungsobjekten, Papieren, Stiften, Farben, Werkzeugen, Spielen, Musikinstrumenten oder Kostümen. Es hat einen festen Standort im Schulhaus Kern in Zürich und ist immer dort zu finden, wo es gebraucht wird. Zielgruppen sind Schulen und Kindergärten, Freizeitzentren, Bibliotheken und ähnliche Organisationen. Die Ateliers können auch als Weiterbildung für Lehrpersonen gebucht werden. Sie werden von ausgebildeten Kulturvermittlerinnen und Kunstschaffenden geleitet.

www.kijumu.ch.

 


Internationales


Leitfaden: Schulentwicklung durch Begabungsförderung und Exzellenzentwicklung
Das Österreichische Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung ÖZBF hat unter dem Titel «Schulentwicklung durch Begabungsförderung und Exzellenzentwicklung. Meilensteine und Ziele» einen Leitfaden herausgegeben, der als Orientierungsrahmen für Schulentwicklungs-prozesse dienen kann. Ausgehend von den gesetzlichen Grundlagen in Österreich und internationalen Qualitätsstandards haben die Autorinnen, Mag. Silvia Friedl und Mag. Dr. Walburga M. Weilguny, Meilensteine und Ziele für acht Handlungsbereiche zusammengestellt: Begabungs- und Exzellenzfördernde Schulkultur, interne Koordination der Begabungs- und Exzellenzförderung, Förderdiagnostik und Beratung/Begleitung, Förderung der Schülerinnen und Schüler, förderorientierte Leistungsrückmeldung, Kompetenz und Qualitätsentwicklung im Kollegium, Qualitätssicherung und Kooperation. Zu den Zielen werden exemplarisch Operationalisierungen vorgeschlagen, die weiterentwickelt und den Bedingungen vor Ort angepasst werden können.

Der Leitfaden steht zum Herunterladen bereit auf → www.begabtenzentrum.at > Publikationen.

 

news&science: Generationenübergreifendes und lebenslanges Lernen
Die Nummer 31/2012 der Zeitschrift des ÖZBF ist dem lebensspannenübergreifenden Lernen gewidmet. Neben der Berliner Altersstudie BASE zur kognitiven Entwicklung im Alter wird darin auch ein neues Forschungsprojekt von Prof. Dr. Margrit Stamm «Talent Scout 60+» vorgestellt. Weitere Beiträge sind dem intergenerationellen Lernen gewidmet.
Die Zeitschrift «news&science. Begabtenförderung und Begabungsforschung» erscheint seit 2006 dreimal jährlich und enthält sowohl wissenschaftliche Artikel von Expertinnen und Experten der Begabungsforschung wie auch Darstellungen internationaler Projekte und Aktivitäten. Jede Ausgabe hat einen Themenschwerpunkt. Die letzten drei Nummern waren den Begabungsdomänen Sprache (30/2012), Sport (29/2011) und Musik (28/2011) gewidmet.

www.begabtenzentrum.at > Publikationen > news&science

 

 

Publikationen


Soeben erschienen: SwissGifted Nr. 8/2012
Die Schweizerische Gesellschaft für Begabungs- und Begabtenförderung hatte im vergangenen Jahr mit dem Tod ihres Vorstandsmitgliedes Eveline Schwizer einen grossen Verlust zu verarbeiten. Ihr Wirken und ihr unermüdlicher Einsatz für SwissGifted werden in einem Nachruf in der neusten Ausgabe des Journals der Gesellschaft gewürdigt. Weitere Themen sind Fördermöglichkeiten im Bereich Mathematik, integrative Begabtenförderung, lebensspannen-übergreifende Begabungsförderung sowie Mentorat. Das Journal ist zu bestellen über:

www.swissgifted.ch/publikat.php.

 

journal für begabtenförderung: Emotionale und soziale Begabungen
In der zweiten Ausgabe 2012 geht es um eine Begabungsdomäne, die bisher noch wenig im Fokus von Forschung und Entwicklung steht. Heinz Reinders präsentiert Ergebnisse einer eigenen Studie zur sozio-emotionalen Entwicklung hochbegabter Grundschulkinder in einer ausserschulischen Fördermassnahme. Ulrike Greiner formuliert erste Bausteine einer Theorie der sozial-emotionalen Begabung und Rolf Haubl diskutiert aus sozialpsychologischer Sicht die Bedeutung der Bindungstheorie für eine gelingende soziale und emotionale Entwicklung begabter Knder und Jugendlicher. Unterschiedliche Möglichkeiten der Förderung sozio-emotionaler Begabungen werden in den Beiträgen von Renate Wurstinger über das Fach «KoSo» (Kommunikation und Sozialkompetenz) an der Sir-Karl-Popper-Schule in Wien und von Heike Hagelgans über eine schulartübergreifende Förderung von Underachievern unter besonderer Beachtung ihres sozio-emotionalen Wohlbefindens präsentiert. Friedrich Oswald schliesslich erläutert die Bedeutung der sozialen und emotionalen Intelligenz für die Begabungsförderung selbst.

 


Redaktionsschluss für den nächsten Newsletter (Dezember 2012) ist am 7. Dezember 2012.
Beiträge bitte bis zu diesem Datum an die unten stehenden Adressen senden. Danke!


Wir wünschen allen Netzwerk-Mitgliedern einen goldenen Herbst!
Andrea Jossen und Silvia Grossenbacher


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Kontaktpersonen: Andrea Jossen (062 835 23 90) und Silvia Grossenbacher (062 835 23 92).
begabungsfoerderung[at]swissonline.ch oder info[at]begabungsfoerderung.ch