Aktuelles - aktuelle Tagung
Gemeinsame Tagung des Netzwerks Begabungsförderung und des LISSA-Preises

Auf neuen Wegen zu begabungsfördernden Schulen


Samstag, 11. Dezember 2021, 9.30 - 15.45 Uhr
Pädagogische Hochschule Zürich

Tagungsflyer (PDF)

→ Lageplan (folgt)

Auch in diesem Jahr findet die gemeinsame Tagung des Netzwerks Begabungsförderung und des LISSA Preises statt. Die Tagung wird je nach Corona-Situation entweder in Präsenz oder online durchgeführt. Vorerst planen wir aber ein Zusammenkommen vor Ort.

Je nach Gemeinde, Schulhaus oder Lehrperson werden die Potentiale eines Kindes heute sehr unterschiedlich gefördert. Plakativ gesagt: Es ist Glückssache, ob man eine Schule mit einem gemeinsamen Verständnis zur Begabungs- und Begabtenförderung besucht oder nicht. Alle Kinder und Jugendlichen haben aber das Recht auf eine Förderung ihrer Potenziale, Begabung, Talente etc.

Damit begabungsfördernde Schulen kein Zufallsprodukt darstellen, müssen sie auf allen Ebenen (Bildungspolitik, Schulleitung, Lehrperson, Fachperson BF, etc.) das nötige Gewicht haben. Wir stellen uns die Frage, wie wir Schulen begabungsfördernder machen können. Wer kann wo welche Verantwortung übernehmen, damit flächendeckender begabungsfördernde Schulen entstehen? Wie bleiben Schulen nachhaltig begabungsfördernd?

Zur Anmeldung (Anmeldeschluss 30. November 2021)


  Programm

ab 9.00 Uhr

Einschreibung, Empfangskaffee, Networking
9.30 Uhr 

Begrüssung, organisatorische Details 

9.45 Uhr 

Denkreise und Austausch: Was ist begabungsfördernd?
Rahel Tschopp

10.10 Uhr
Referat 1: Wie macht die Politik die Schulen begabungsfördernder? 

Christian Aeberli, Chef Abteilung Volksschule im BKS AG

→ Referat 1
10.30 Uhr Referat 2: Schule21 macht glücklich – Zeitgemässe Schule fördert Talente 

Jörg Berger, Geschäftsleitungsmitglied Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz VSLCH, PH Zürich

Referat 2
10.50 Uhr
Referat 3: Begabungsförderung stärken mit Teacher Leadership?

Nina-Cathrin Strauss, Dozentin Zentrum «Leadership & Management», Pädagogische Hochschule Zürich

→ Referat 3

11.10 Uhr Pause

11.30 Uhr

Denkreise und Austausch: Was ist Schule im 21. Jahrhundert?
Rahel Tschopp

11.55 Uhr Praktische Hinweise
12.00 Uhr Mittagessen und Networking
13.30 Uhr Workshops

Workshop 1: Ko-kreativ Herausforderungen der Zukunft meistern

Maria-Elisa Schrade, eduLAB-Coach & Formatentwicklung

→ Workshop 1


Workshop 2: FutureSkills, Kinder unterstützen ältere Personen auf dem Weg in die digitale Welt

Melanie Schweizer; Vorstand verein CompiSternli

→ Workshop 2


Workshop 3: Begabungen machen Schule

Marietheres Purtschert, Schulleiterin Oberägeri ZG

→ Workshop 3


Workshop 4: Zahlenmeer, Formenland und Grösseninsel – Lernlandschaften im Fachbereich Mathematik

Daniel Jeseneg, Lehrperson und Schulleiter, Schule Zeihen

→ Workshop 4


Workshop 5: Begabungsfördernde Projekte mit der ganzen Klasse

Isabelle Brehm-Keiser, Primarlehrerin & Verantwortliche für BBF, Hedingen ZH

→ Workshop 5


Workshop 6: Daten als Treiber für personalisiertes Lernen

Toni Ritz, Direktor Educa

→ Workshop 5

15.00 Uhr

Pause und Wiedereinfinden im Plenum

15.15 Uhr

Denkreise und Austausch: Lernen – digital oder analog?
Rahel Tschopp

15.45 Uhr

Abschluss

 

Kosten der Tagung (inklusive Mittagessen):
Netzwerk-Mitglieder: CHF 130.–
Nichtmitglieder: CHF 150.–
Studierende CAS/MAS IBBF (mit Legi-Kopie): CHF 50.–

Zur Anmeldung (Anmeldeschluss 30. November 2021)

 

 


Workshop 6 | Daten als Treiber für personalisiertes Lernen

Präsentation: Toni Ritz, Direktor Educa

Im Workshop lernen die Teilnehmenden, Daten als Treiber für innovative Lern- und Lehrmodelle zu erkennen sowie das Potenzial der Datennutzung im Lichte des personalisierten Lernens zu bewerten. Wir diskutieren die Chancen und Risiken der Datennutzung für die Bildung, insbesondere für die Begabtenförderung. Ferner werden wir die Entwicklungen der digitalen Bildung aus Sicht der Begabtenförderung bewerten. Wie kann man Technologien (z.B. Blockchain) für die Unterstützung von Lernverläufen und -biografien nutzen? Ist Data Governance als systemische Herausforderung für ein innovationsorientiertes Framework einzuordnen? Welche Rolle spielen die Datenanalyse und die Datenprofile im Rahmen des Talent Scoutings? Der Workshop basiert auf den laufenden Arbeiten zum Aufbau einer Fachstelle für Datennutzung im digitalen Bildungsraum Schweiz.


Workshop 5 | Begabungsfördernde Projekte mit der ganzen Klasse

Präsentation: Isabelle Brehm-Keiser, Primarlehrerin & Verantwortliche für Begabungs- und Begabtenförderung, Hedingen ZH

Im Workshop werden verschiedene begabungsfördernde Projekte aus den vergangenen Jahren vorgestellt, um Ideen für eigene Umsetzungen zu erhalten. Die «Freie Tätigkeit» wird fokussiert. Darunter verstehe ich eine Aufgabenstellung, welche sich die Schülerinnen und Schüler selbst geben. Anhand von selbstgewählten Zielvorgaben und Reflexionen findet Lernen statt. Die eigenen Vorlieben haben weitgehend Platz. Projektablauf, Arbeitsblätter und viele Unterrichtsbeispiele werden sichtbar. Wenn wir eigene Wege gehen – also Schule anders denken und fühlen – werden Fragen nach der Relevanz von Inhalten, Vorgehen und Rahmenbedingungen laut. Auch darüber tauschen wir uns aus: Loslassen & Zulassen, (unerwünschtes) Lernen, Effizienz, Motivation, soziale Verantwortung Umgang mit Hindernissen etc.


Workshop 4 | Zahlenmeer, Formenland und Grösseninsel – Lernlandschaften im Fachbereich Mathematik

Präsentation: Daniel Jeseneg, Lehrperson und Schulleiter, der Schule Zeihen

In einem ersten Teil bekommen die Workshopteilnehmerinnen und Workshopteilnehmer das Konzept der stufenübergreifenden Lernlandschaften im Fachbereich Mathematik der Schule Zeihen präsentiert. In einem zweiten Teil begutachten und erproben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die offenen Lernaufgaben aus dem Zahlenmeer, dem Formenland und der Grösseninsel. Abschliessend wird das Potenzial dieser Aufgaben und Lernsettings im Sinne der Begabungsförderung in der Gruppe diskutiert.


Workshop 3 | Begabungen machen Schule

Präsentation: Marietheres Purtschert, Schulleiterin Oberägeri ZG

Im Grundsatz einer begabungsfördernden Schule steht der Grundsatz einer stärkenorientierten Schule, an welcher die Schülerinnen und Schüler ihre Potenziale bestmöglich entfalten können. Am Beispiel der LISSA-Preisträger-Schulen Oberägeri ZG und Rickenbach SZ werden praxisnahe Lösungsansätze und Bausteine zur Umsetzung aufgezeigt. Die beiden Schulen bauen auf dem «Schoolwide Enrichment Model» SEM auf. Das SEM definiert sich als Modell, welches jeder Schule ermöglicht, ihre Schul- und Unterrichtsentwicklung in Abstimmung mit den lokalen Ressourcen, Herkunft und Bedingungen der Schülerinnen und Schüler, der Entwicklungsdynamik der Schule sowie den Stärken der Lehrpersonen aufzubauen.


Workshop 2 | FutureSkills, Kinder unterstützen ältere Personen auf dem Weg in eine digitale Welt

Präsentation: Melanie Schweizer, Vorstand Verein CompiSternli

Gemeinsam gehen die junge und ältere Generation auf eine Entdeckungsreise in die Vergangenheit und blicken zusammen in die Zukunft. Die Kinder zeigen den älteren Menschen, wie das Lernen mit digitalen Tools sein kann und die Kinder machen Erkenntnisse, wie sich die Schule früher anfühlte. Die beiden Generationen kommen sich im Gespräch näher und es findet eine Verbindung statt. Beide Seiten tauchen ins gemeinsame Lernen ab. Gerne zeige und erzähle ich in diesem Workshop mehr, von all meinen Eindrücken. Es ist ein Projekt, das viele Möglichkeiten bietet, um es in der Schule umzusetzen.


Workshop 1 | Ko-kreativ Herausforderungen der Zukunft meistern

Präsentation: Maria-Elisa Schrade, eduLAB-Coach & Formatentwicklung

Die Welt verändert sich stetig und stellt uns vor komplexe Herausforderungen. Design Thinking ist eine Problemlösestrategie aus der Kreativwirtschaft, die uns dazu befähigt, unsere Lebenswelt proaktiv mitzugestalten. In stärkenbasierter, ko-kreativer Teamarbeit erfahren die Einzelnen Selbstwirksamkeit in der Gruppe und erleben Differenz als Chance für persönliches Wachstum. Im Workshop erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die Arbeit von Creative Kids und den Einsatz von agilen Methoden wie Design Thinking im Bildungskontext. Der Prozess wird in einem kurzen, intensiven Design Sprint unmittelbar erlebbar gemacht. Anschliessend ist Raum für Diskussion und Reflexion.


Referat 3 | Begabungsförderung stärken mit Teacher Leadership?

Präsentation: Nina-Catrin Strauss, Dozentin Zentrum «Leadership & Management», Pädagogische Hochschule Zürich

Für eine begabungsfördernde Schul- und Lernkultur spielen Lehrpersonen eine wichtige Rolle. Sie setzen sich tagtäglich für die Entwicklung und das Lernen der Schülerinnen und Schüler ein. Doch wie gelingt es, dass aus einzelnen Initiativen gemeinschaftliche Entwicklungen entstehen? Im Referat werden Wege und Potenziale aufgezeigt, wie Teacher Leadership Begabungsförderung in Schulen stärken kann. Als Teacher Leader nehmen Lehrpersonen mit ihrer Kompetenz Einfluss auf die Entwicklung der pädago- gischen Praxis – über ihren Klassenraum hinaus. Teacher Leadership rückt die Kompetenzen und Expertise der Praktikerinnen und Praktiker ins Zentrum. Die Begabungsförderung sowie die Professionalität und Zusammenarbeit im Team wird gestärkt und somit die Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler erhöht.


Referat 2 | Schule21 macht glücklich – Zeitgemässe Schule fördert Talente

Präsentation: Jörg Berger, Geschäftsleitungsmitglied Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz VSLCH

Der Verband der Deutschschweizer Schulleitenden VSLCH hat unter dem Titel «Schule21 macht glücklich» ein Visionsbuch mit Beiträgen aus der Praxis herausgebracht. Es liest sich wie ein Reiseführer durch die Volksschule von heute und morgen. Der Verband der Schulleitenden will so die Lust auf die Schule wecken und verstärken: Hin zum gemeinsamen und individuellen Entdecken, Ausprobieren, Erfahren und der Freude am Erbringen von Leistungen. Die Schulentwicklung ist keine Copy-Paste-Angelegenheit, Systemanpassung sowie Unterrichtsmethode sind keine Selbstläufer. Wir leisten gemeinschaftlich den entscheidenden Beitrag zur Qualitätssteigerung des Lernangebots, zur Förderung von Talenten aller Schülerinnen und Schüler und zum Gelingen von Schulentwicklung.


Referat 1 | Wie macht die Politik die Schulen begabungsfördernder?

Präsentation: Christian Aeberli, Chef Abteilung Volksschule, Departement für Bildung, Kultur und Sport, Kanton Aargau

Die Steuerung der Volksschulen in den Kantonen erfolgt durch Gesetze und Verordnungen, die durch die politischen Legislativen oder Exekutiven erlassen werden. Die Erlasse bilden, zumindest teilweise, die organisatorischen, finanziellen oder pädagogischen Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung der Schulen durch die Lehrpersonen, Schulleitenden und kommunalen Schulbehörden vor Ort. Im Kanton Aargau hat die Politik den Gestaltungsraum für die einzelnen Schulen massiv erweitert. Neu entscheiden sie, wie die Ressourcen (Ausnahme: Stundentafel) zur Förderung ALLER Schülerinnen und Schüler eingesetzt und das Recht auf Bildung für ALLE gewährleistet werden kann. Ob deutsch- oder anderssprachig, mehr oder weniger begabt, mehr oder weniger behindert, ALLE sind mit den vorhandenen Ressourcen mit grösstmöglicher Wirkung zu unterrichten.